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Geburtsbericht meines Sohnes
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BeitragVerfasst: Mo 18. Apr 2011, 20:26 
Hallo

Hatte ja geschrieben das ich ein wenig näher erläutern wollte warum die Geburt meines Sohnes so Turbulent war.Dazu wollte ich euch meinen Geburtsbericht schreiben.
Wir hoffen alle in der Familie das unsere Maus nicht noch länger auf sich warten läst und diese Geburt für mich besser verläuft.

Es war der 29.09.08 um 22.10.

Ich schaute grade Fernseh, als mir die Fruchtblase sprang. An dem Tag war ich noch im Krankenhaus wegen CTG und Ultraschall. Da mein Sohn am 30.09.08 per Einleitung geholt werden sollte. Aber er machte sich ganz schnell alleine auf den Weg. Beim Fernseh gucken hörte ich nur ein leises knacken und danach kam ein kurzer Schmerz. Meine Hebamme hat uns im Geburtsvorbereitungskurs beigebracht, das wenn die Blase springt und das Fruchtwasser nur tröpfchenweise abgeht und man dabei auch noch liegt, sich alles sammelt und wenn man aufsteht, das dann ganz viel aufeinmal raus kommt. Ich also aufgestanden um zu gucken ob es echt meine Fruchtblase war. Nunja, ich dachte erst ich hätte mir in die Hose gemacht, bin dann auch direkt auf die Toilette und es lief ununterbrochen. Nun, ging ich runter zu meiner Mutter und sagte nur, ich glaube meine Fruchtblase ist gesprungen. Meine Mutter sagte dann nur, okay dann fahren wir jetzt ins Krankenhaus. Naja, ich nochmal schnell auf die Toilette, hab in derzeit nochmal meinen Partner angerufen und gesagt, mach dir keine sorgen, es kann sein das meine Fruchtblase gesprungen ist und das ich erstmal ins Krankenhaus fahre. Er war natürlich total Nervös und fragte nur wo soll ich denn dann hin kommen. Zu dir oder ins Krankenhaus?! Ich sagte ihm, das ich ihn noch einmal anrufen werde, wenn ich mehr weiss!

Also ich wieder runter von der Toilette und ab ins Auto. Wir fahren also ins Krankenhaus und gehen direkt in den Kreissaal. Mittlerweile läuft es so sehr das meine Hose schon total durch nässt ist. Ich wieder ans CTG um nach den Herztönen meines Sohnes zu gucken. Alles okay und auch keine Wehe verzeichnet. Also ab zur Untersuchung zur Ärztin, sie guckt nach dem Muttermund und wird von einem schwall Fruchtwasser nass gespritzt. Sie zu mir Muttermund 3 cm offen, es wird noch ein wenig dauern bis er kommt. In der Zeit ist mein Partner von mir angerufen worden und war dann auch innerhalb von 10 Minuten im Krankenhaus. Sie sagt zu mir gehen sie rauf sie werden ein Zimmer bekommen und bleiben direkt hier. Ich also hoch, krieg dort mein Zimmer und will mich schlafen legen. Dann ruft eine Hebamme aus dem Kreissaal an und sagt meine Hebamme sei da, ich soll doch bitte runter kommen.

Beim Treppen laufen merke ich, wie weh Wehen doch tun können. Ich sagte zu meiner Mutter das war die letzte Treppe die ich gelaufen bin. Als ich dann unten ankam im Kreissaal bekam ein Zimmer wo ich meinen Sohn entbinden sollte. Mir sagte man anfangs, das nur geguckt wird ob alles okay sei. Meine Hebamme sagte mir dann, das sie mir einen einlauf machen und ich eine halbe stunde rum laufen soll. Doch ich schaffte nur 10 minuten und musste dann ganz schnell auf die Toilette. Naja, dann meinte meine Hebamme, das ich dann nun den Wehentropf dran bekomme. Sie schlossen mir den Wehentropf an, da ich eine Wehenschwäche hatte, sagte mir meine Hebamme. Kaum war der Tropf dran schossen die Wehen auf mich los. Mir liefen vor schmerzen die tränen, so das ich sagte ich brauch sofort eine PDA. Meine Hebamme rief die Anästhesistin an und sagte sie solle doch bitte eine PDA legen. 5 Minuten später war sie da und schaute sich mein Röntgenbild an und sagte mir das wir jetzt alle Daumen drücken sollen, das sie die PDA setzen kann, da meine Wirbelsäule schief ist. Sie erklärte mir jeden einzelnen Schritt, obwohl ich sagte ich will das gar nicht wissen, da ich total angst vor Nadeln habe. Aber sie sagte mir auch, das sie es mir sagen muss damit ich mich nicht erschrecke und nicht nachher die Nadel woanders hinpiekst. Nunja, sie erklärte mir jeden schritt und ich merkte in dem linken Bein wie als wenn ich kleine Stromschläge verpasst bekommen hätte. Paar minuten später waren meine Beine und der Unterleib taub. Von da an tat es nicht mehr weh und ich konnte mich voll und ganz auf den druck der Wehen konzentrieren. Dann sollte ich verschiedene Positionen einnehmen, damit der Kopf richtig rutschen konnte, weil mein Sohn noch nicht fest im Becken lag. Meine Hebamme schaute immer mal wieder nach dem Muttermund, der sich immer mehr öffnete. Irgendwann verlor mein Sohn die Herztöne und die Hebamme rief die Ärztin an, sie solle doch bitte schnell kommen. Die Ärztin sagte sie solle den Tropf ausstellen und meine Hebamme sagte zu mir ich solle mal probe Pressen um zu gucken ob es was bewirkt. Die Ärztin sagte auch sie gäbe meinem Sohn 10 Minuten und wenn sich die Herztöne nicht fangen, würde ein Kaiserschnitte gemacht werden. Ich befolgte also was meine Hebamme mir sagte und es passierte was. Also sagte meine Hebamme ich solle bitte bei jeder Wehe presse. Ich presste und presste, mitten in einer Wehe musste der Kopf von meinem Sohn gedreht werden, da er sich schon die ganze Zeit in die Leiste drückte, was ich schon immer gesagt hatte. Durch das drehen des Köpfchen, entschied sich mein Sohn nochmal ganz nach oben zu rutschen und ich durfte ihn von neu nach unten schieben. Durch das hoch rutschen wurde der Tropf noch einmal angeschlossen, damit die Wehen stärker wurden. Ich presste also weiter und meine Hebamme sagte das sie den Kopf sehen würde und wenn ich wollte könnte ich mal fühlen.Ich fühlte also und sagte nur wo ist denn der Kopf? Der Kopf fühlte sich so weich an das ich es nicht merkte. Mitten bei einer Wehe wurde ein Dammschnitt gemacht, damit der Kopf besser durch konnte. Ich brauchte 5 Presswehen und mein Sohn war auf der Welt. Der Kopf kam durch und der Körper rutschte alleine. Am 30.09.08 um 04.58 war er dann nun auf der Welt. Mein Partner durfte die Nabelschnur durchschneiden, dann wurde er mir auf den Bauch gelegt. Ich konnte es noch gar nicht fassen, das diese kleine Wesen nun mein Kind war. 10 Minuten später wurde der kleine gebadet und überprüft ob alles okay mit ihm ist. Meine Hebamme sagte mir er habe ein von gewicht von 3510 gramm und wäre 56 cm gross. In der Zeit kam mein Mutterkuchen und ich wurde genäht. Mein Sohn wurde angezogen und bekam sein namensbändchen ums handgelenk gemacht. Dann durfte ich endlich in mein Bett und mein Sohn kam zu mir. Wir wurden auf die Station gefahren und aufs Zimmer gebracht. Die ganze Geburt dauerte genau 3 1/2 stunden und als er da war habe ich 3 Tage nicht geschlafen, weil ich einfach zu aufgeregt war. Bis auf die schmerzen war alles ganz leicht!


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Re: Geburtsbericht meines Sohnes
BeitragVerfasst: Mo 18. Apr 2011, 21:00 
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Registriert: Sa 29. Jan 2011, 22:00
Beiträge: 3442
Och, ist doch alles gut gelaufen. Klar, wenn die <herztöne schlecht sind macht man sich schon sorgen, aber es hat doch alles fix geklappt

_________________
Viele Grüße aus dem schönen Lipperland



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Re: Geburtsbericht meines Sohnes
BeitragVerfasst: Mo 18. Apr 2011, 21:18 
Ja das stimmt schon,aber die Angst wegen der Herztöne und dem drohenden Kaiserschnitt hat mich doch schon fertig gemacht.Natürlich hätte ich dem Kaiserschnitt zu gestimmt wenn es nicht anders geht,aber die vorstellung das die mich dort unten auf schneiden und ich mein Kind nur kurz sehen darf hat mich schon Kirre gemacht.
Hab mir damals aus neugier ein Kaiserschnitt Video im Internet angesehen und da ist mir anders geworden.Vor allem liest man oft von anderen die berichte das Kaiserschnitt einige folgen nach sich ziehen kann.

Aber am ende kam mein Sohn ja doch auf normalen wege,dafür bin ich Dankbar.
Muss jetzt nur noch unsere kleine ohne grosse Show auf die Welt kommen dan sind wir schon Glücklich


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